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Erährungsformen - Vollwert Ernährung


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Zum ersten Mal wurde 1981 in dem Buch Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen Ernährung von Gießener Ernährungswissenschaftlern die Definition der Vollwert-Ernährung veröffentlicht. Die Vollwert-Ernährung geht auf das Hauptwerk "Die Ordnung unserer Nahrung" (1942) des deutschen Ernährungswissenschaftlers Werner Kollath (1892-1970) zurück

Zur Idee Kollaths wurden ökologische, Ökonomische, gesellschaftliche und damit auch politische Aspekte als grundsätzliche Kriterien mit einbezogen.

Vollwert-Ernährung ist eine Überwiegend Lakto-Vegetabile Ernährungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden. Gesundheitlich wertvolle Lebensmittel werden zu genussvollen Speisen zubereitet. Die hauptsächlich verwendeten Lebensmittel sind Vollkornprodukte, Gemüse und Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, sowie Milch und Milchprodukte, daneben können auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern enthalten sein . Etwa die Hälfte der Nahrungsmenge besteht aus unerhitzter Frischkost. Die Zubereitung erfolgt schonend und mit wenig Fett, aus frischen Lebensmitteln. Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen werden vermieden.

Zusätzlich zur Gesundheitsverträglichkeit der Ernährung werden auch die Umweltverträglichkeit und die Sozialverträglichkeit des Ernährungssystems berücksichtigt. Das bedeutet unter anderem, möglichst ausschließlich Erzeugnisse aus anerkannt ökologischer Landwirtschaft zu verwenden sowie Erzeugnisse aus regionaler Herkunft und entsprechend der Jahreszeit zu bevorzugen. Weiterhin werden unverpackte oder umweltschonend verpackte Lebensmittel bevorzugt sowie umweltverträgliche Produkte und Technologien verwendet. Außerdem werden landwirtschaftliche Erzeugnisse bevorzugt, die unter sozialverträglichen Bedingungen erzeugt, verarbeitet und vermarktet werden (unter anderem Fairer Handel mit Entwicklungsländern).

Mit Vollwert-Ernährung sollen hohe Lebensqualität -besonders Gesundheit-, Schonung der Umwelt und soziale Gerechtigkeit weltweit gefördert werden.

[nach Koerber, Männle, Leitzman et all, 8. überarbeitet Auflage,1994]



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